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Ökologische Landwirtschaft

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Ökologische Landwirtschaft
Beschreibung

Seit jeher ist die landwirtschaftliche Nutzung ein wichtiger landschaftsprägender Faktor. Die Intensivierung und Mechanisierung der Landwirtschaft hat zu einer Verarmung der Artenvielfalt und der kulturlandschaftlichen Vielfalt geführt.

Die Förderung einer vielfältig strukturierten Landschaft, die in der Lage ist, wichtige Funktionen für Tiere, Pflanzen und den Menschen zu erfüllen, ist am ehesten in Verbindung mit einer ökologisch orientierten Landbewirtschaftung zu vereinbaren. Der Indikator beobachtet daher den Anteil der ökologisch bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betriebe.

Da die Betriebsgrößen sehr unterschiedlich sein können, wird außerdem untersucht, welcher Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche durch diese Betriebe bewirtschaftet wird.

Dem Indikator liegt die Annahme zugrunde, dass von der Anwendung gewisser Mindeststandards einer bodenschonenden landwirtschaftlichen Nutzung in zertifizierten Betrieben ausgegangen werden kann. Einheitliche Definitionen für „ökologische Kriterien“ stehen nicht zur Verfügung, daher zielt der Indikator vereinfachend lediglich auf die Tatsache der Zertifizierung ab.

Vergleiche zwischen den einzelnen Staaten sind damit allerdings nicht möglich, da die Zertifizierungspraxis in den Ländern sehr unterschiedlich sein kann.

Messgröße

Anteil der Biobetriebe an der Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe und Flächenanteil dieser Betriebe an der Gesamtheit der landwirtschaftlichen Flächen.

BezugGemeinde
Benötigte Daten

LW Nutzfläche gesamt

LW Nutzfläche der Biobetriebe

Anzahl der lw Betriebe

Anzahl der ökozertifizierten Betriebe

Verfügbarkeit, Stand der Erfassung und Datenquellen

Die Daten zu diesem Indikator liegen bislang nur für die schweizer Partner vor. In Deutschland ist eine Auswertung auf Kreisebene möglich. In Österreich werden keine statistischen Daten zur ökologischen Landwirtschaft erhoben.

D:
A:
CH:
FL:
Anmerkungen und Ergänzungen

Unter ökologischem Landbau werden diejenigen Flächen erfasst, die gemäß der Regeln der EU-VO Nr.2092/91 (ökologischer Landbau) bewirtschaftet werden.

In der Schweiz werden durch die Bio-Verordnung des Bundes von 1997 Kriterien festgelegt, die Betriebe erfüllen müssen. Wenn Landwirte auf "Bio" umstellen, gelten ihre Höfe zuerst zwei Jahre lang als Umstellungsbetriebe. Diese werden hier mitgezählt.

Ökologisch bewirtschaftete Flächen werden von Betrieben bewirtschaftet, die durch eine Kennzeichnung nach EG-Verordnung Nr. 2092/91 zertifiziert wurden.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche umfasst Ackerland, Dauergrünland, Rebland, Haus- und Nutzgärten (ohne Ziergärten), Obstanlagen, Baumschulflächen, Korbweiden- und Pappelanlagen sowie Weihnachts-baumkulturen außerhalb des Waldes.

Die Flächen werden bei diesem Indikator nach dem Betriebsprinzip erhoben. Das bedeutet, dass alle Flächen zur landwirtschaftlich genutzten Fläche gezählt werden, die von einem in der Kommune ansässigen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet werden. Dabei spielt es keine Rolle, wenn sich Flächen auf einem anderen Gemeindegebiet befinden. Es werden alle Flächen erfasst, die vom Betrieb bewirtschaftet werden. Ob die Flächen dem Betrieb gehören oder von diesem gepachtet worden sind, wird dabei nicht berücksichtigt. Dementsprechend werden alle ökologisch bewirtschafteten Flächen erhoben.

Die Daten der Statistischen Landesämter sind entsprechend aufbereitet – d.h. das Betriebsprinzip ist bei den Flächenangaben berücksichtigt. Wenn eine Kommune die Daten für die ökologisch bewirtschafteten Flächen selbst erhebt, sollte sie dieses Prinzip bei der Erhebung berücksichtigen.

Stillgelegte Flächen gelten weiterhin als landwirtschaftliche Flächen und werden dementsprechend mitgezählt.

Als alternative Datenquellen können evtl. Informationen der Biolandbauverbände genutzt werden.

Hinweise für die Weiterführung
Referenzen

BMU & UBA 2003; Agenda-Büro Bonn o.J.; LfU et al. o.J.; BFS et al. 2003; Oö. Akademie für Umwelt und Natur 2004; DUH 2004; ARE & UVEK 2001

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