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DACH+ | Raumentwicklung und Raumbeobachtung

Bodennutzung

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Bodennutzung
Beschreibung

Der Indikator zeigt, wie die Landschaft genutzt wird und sich die Raumgestalt verändert. Er beschreibt den Anteil der verschiedenen Bodennutzungen (Siedlung/Verkehr, Landwirtschaft, Wald, Gewässer, sonstige Flächen) an der gesamten Fläche.

Der Indikator kann als Frühwarnsystem fungieren und aufzeigen, wo und wie sich der Anteil bestimmter Bodennutzungen ändert. Auffallend hohe Veränderungen einzelner Nutzungskategorien lassen auf eine rasche, einseitig dominante Entwicklung hinweisen; gefährdet ist dadurch u.U. die Artenvielfalt. Art der Veränderungen und möglliche Ursachen sind  - sofern bekannt - aufzeigen.

Die Relation der einzelnen Nutzungskategorien ist in Bezug zur geografischen Lage bzw. zur Raumeinheit zu sehen.

Corine CLC 2006 Level 1Corine CLC 2006, Level 1

Messgröße

Bodenflächen nach Nutzungskategorien in % der Gemeindefläche (Siedlungs- und Verkehrsfläche, landwirtschaftliche Nutzfläche, Wald, Gewässer, Sonstiges)

BezugGemeinde
Benötigte Daten

1.) Bodennutzungen bzw. Realnutzungskartierung

2.) Gemeindefläche

Verfügbarkeit, Stand der Erfassung und Datenquellen

Ein erster Datensatz zu diesem Indikator liegt vor.

Bei der Interpretation der Analyse sind die unterschiedlichen Erhebungsmethoden und -intervalle zu berücksichtigen.

2.) © Navigation Technology b.v.NL, PTV AG, DDS GmbH, Karlsruhe 2005

D:

1.) © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg; Statistik Lokal 2003-12; © Bayrisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, GENESIS-Online

A:

1.) © Landesstelle für Statistik Vorarlberg: Digitale Katastralmappe (DKM), Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen und LVA  Feldkirch 2006

CH:

1.) © Bundesamt für Statistik Schweiz: Arealstatistik der Schweiz im STATWEB1992–1997 (98)

FL:

1.) © Amt für Volkswirtschaft, Abt. Statistik, gesonderte Datenbereitstellung

Anmerkungen und Ergänzungen

Aus den jährlichen Veränderungen lässt sich zudem die absolute und prozentuale Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsflächen im Zeitverlauf erkennen. Ziel ist ein sparsamer Umgang mit der Ressource Boden.

Um den Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Gesamtfläche bewerten zu können, ist darauf zu achten, den besonderen Bedingungen der Alpen gerecht zu werden. Der Bezug zur tatsächlich bebaubaren Fläche, dem Dauersiedlungsraum, muss herausgestellt werden. Für dessen Abgrenzung gibt es bislang noch keine einheitlichen Kriterien. Es handelt sich dennoch um eine gängige Bezugsgröße (der Dauersiedlungsraum wird beispielsweise von der CIPRA als Größe z.B. bei Darstellungen zur Entwicklung der Siedlungsstruktur verwendet).

Dauersiedlungsraum = Gesamtfläche minus Wald, Ödland, Wasserflächen, alpines Grünland Dauersiedlungsraum = Bauflächen + Landwirtschaftliche Nutzung + Gärten + Weingärten + Sonstige

Probleme liegen in der Periodizität, weil jährliche Veränderungen aus den momentan vorhandenen Datenquellen nicht ablesbar sind.

Hinweise für die Weiterführung

Seit August 2011 liegen ein flächendeckende Corine LandCover (CLC) Datensätze für 1990, 2000 und 2006 vor. Die Mindestgröße für die Objektabgrenzung liegt bei 5 ha. Die Bodennutzung basiert auf 44 Landnutzungsklassen (Level3). Vordefiniert sind auch Aggregationen auf  15 Klassen (Level 2) und 5 Klassen (Level ). Die abgestimmte Erhebungsmethodik und Klassen legen es nahe, diese Daten zukünftig für die Darstellung der Bodennutzung und Beschreibung der Veränderungen einzusetzen.

Durch die Corine Daten werden aufgrund der Mindestgröße nur Nutzungsänderungen erfasst, die 5 ha überschreiten. Da Nutzungsänderungen v.a. auf Flächen < 5ha stattfinden werden die in der Summe beträchtlichen kleinflächigen Nutzungsänderungen an den Siedlungsrändern genauso wenig erfasst wie lineare Strukturen und Nutzungsveränderungen (insbesondere Verkehrsinfrastruktur). Es können daher nur Trends beschrieben erfasst und beschrieben werden.

Referenzen

BMU & UBA 2003; Agenda-Büro Bonn o.J.; BFS et al. 2003; Oö. Akademie für Umwelt und Natur 2004; DUH 2004; ARE & UVEK 2001

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