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DACH+ | Raumentwicklung und Raumbeobachtung

Pendlerbewegungen / Pendlerbilanz

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Pendlerbewegungen / Pendlerbilanz
Beschreibung

Der Indikator Pendlerbegegungen setzt sich aus mehreren Datensätzen zusammen.
Es wird sowohl die Entwicklung der Einpendlerzahlen, als auch der Auspendlerzahlen erfasst.

Als Bezugsgröße werden die erwerbstätigen Einwohner der Gemeinde herangezogen.
Auf diese Weise lässt sich beobachten, wie viele der erwerbstätigen Einwohner tatsächlich in ihrer
Gemeinde einen Arbeitsplatz haben (Erwerbstätige minus Auspendler).

Ein geringer Auspendleranteil lässt auf ein großes Arbeitsplatzangebot und auf eine gute
Verknüpfung der Funktionen Wohnen und Arbeiten in der Gemeinde schließen. Hohe Ein- und
Auspendlerzahlen deuten auf eine arbeitsplatzbedingte "erzwungene Mobilität" in der Region hin.

Die Gründe dafür können jedoch unterschiedlich sein: geringe Funktionsmischung
oder einseitiges Arbeitsplatzangebot, etc..

Sie lassen sich aus diesem Indikator nicht ableiten, sondern bedürfen detaillierterer lokaler Analysen.

Messgröße
  • Erwerbstätige minus Auspendler
  • Absolute Ein- und Auspendlerzahlen
BezugGemeinde
Benötigte Daten

1.) Pendlerstatistik
2.) Erwerbstätige Einwohner

Verfügbarkeit, Stand der Erfassung und Datenquellen

Die Daten liegen für den gesamten Raum vor.

Bezugsjahre zwischen 2000 und 2005.

D:

1. und 2.) © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Berufspendler 2005, Bevölkerung Statistik
Lokal 2005; © Bayrisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, GENESIS-Online:
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort 2005, Gemeindedaten 2006

A:

1. und 2.) © Landesstelle für Statistik Vorarlberg, Volkszählung 2001: Erwerbstätige Pendlerbilanz
2001

CH:

1. und 2.) © Bundesamt für Statistik Schweiz: Pendlerstatistik 2000, Statweb, Bevölkerungsstatistik,
Wohnbevölkerung zum Jahresende 2000

FL:

1. und 2.) © Amt für Volkswirtschaft, Abt. Statistik, Statistisches Jahrbuch 2008, Arbeit und Erwerb

Anmerkungen und Ergänzungen

Auch ein ausgeglichenes Pendlersaldo muss nicht zwingend darauf hinweisen, dass die Arbeitsplatzsituation
in der Gemeinde für alle Einwohner zufriedenstellend ist.

Je höher Ein- und Auspendlerzahlen sind, desto größer ist das Problem der erzwungenen Mobilität.
Als Ergänzung wäre interessant, die Länge der einzelnen Pendlerwege zu ermitteln.
Bei der Verknüpfung der Pendlerzahlen auf die erwerbstätigen Einwohner ist zu beachten, dass es bei der
Erfassung der erwerbstätigen Personen Unterschiede in der angewendeten Methodik gibt.
Alternativ wäre denkbar / es möglich, die Pendlerdaten auf die erwerbsfähigen Personen zu beziehen. Der
Vorteil läge hierbei in einer einheitlicheren Datengrundlage. Allerdings lässt die Anzahl der erwerbsfähigen
Personen keine Rüchschlüsse auf die tatsächliche Beschäftigtensituation zu.

Im Hinblick auf die grenzüberschreitenden Pendlerverflechtungen wird angemerkt, dass die Berücksichtigung
von Einpendlern aus dem Ausland bzw. Auspendlern ins Ausland in den Staaten zum Teil gar nicht,
zum Teil auf unterschiedliche Art und Weise berücksichtigt wird. Vor allem bei der Interpretation der Daten
aus den direkten Grenzgemeinden muss dieser Umstand berücksichtigt werden.

Hinweise für die Weiterführung
Referenzen
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