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DACH+ | Raumentwicklung und Raumbeobachtung

Radwegedichte (innerhalb der Ortschaften)

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Radwegedichte (innerhalb der Ortschaften)
Beschreibung

Der Indikator untersucht die Quantität der Verkehrswege für Radfahrer.

Gemessen wird der Anteil der verkehrsberuhigten Bereiche und der separat ausgebauten Radwege bezogen auf die Gesamtstraßennetzlänge der Gemeinde.

Bei diesem Indikator werden Radwege an Hauptverkehrsstraßen sowie Radwege, die eine
Umgehung von Hauptverkehrsstraßen ermöglichen, positiv gewertet.

Diese werden ins Verhältnis zu der
Länge aller Verkehrswege, auf denen mehr als Tempo 30 erlaubt ist, gesetzt.

Messgröße

Gesamtlänge (km) der Verkehrswege für Radfahrer im Verhältnis zur Gesamtstraßennetzlänge innerhalb der
Ortschaften

BezugGemeinde
Benötigte Daten

Gesamtstraßennetz innerhalb der Ortschaften
Radverkehrswege nach den länderspezifischen Vorgaben

Verfügbarkeit, Stand der Erfassung und Datenquellen

Zu diesem Indikator wurden noch keine Daten erfasst.

D:
A:
CH:
FL:
Anmerkungen und Ergänzungen

Definition der berücksichtigten Verkehrsvwege für Radfahrer
Deutschland: Unter dem Begriff „Radweg“ werden die benutzungspflichtigen Radwege mit den Verkehrszeichen
237, 240 und 241 laut Straßenverkehrsordnung, Radfahrstreifen mit dem Zeichen 295 „Fahrbahnbegrenzung“
und „Schutzstreifen“ (Leitlinie mit unterbrochener Markierung) zusammengefasst.

Mitgezählt werden alle Einbahnstraßen mit den neuen Zusatzzeichen Z 220, Z 353 und Z 267,  Zusatzzeichen 1022-10
und Straßen, die durch Z 244 als Fahrradstraße gekennzeichnet sind.

Radwege in Tempo 30-Zonen werden nicht mitgezählt.

Entlang einer Straße kann ein Fahrradweg nur einmal gezählt werden, auch wenn auf beiden Seiten ein
separater Fahrradweg verläuft.

Bei der Erhebung sollen alle Straßen erfasst werden, auf denen mehr als Tempo 30 erlaubt ist.

Die Tempo 30-Zonen und die verkehrsberuhigten Bereiche werden nicht erhoben. In Tempo 30-Zonen können sich Radfahrer
weitgehend ungefährdet bewegen. Die Ausweisung von Tempo 30-Zonen ist daher aus Sicht der Radfahrer
positiv zu bewerten. Auch können sich Radfahrer in Tempo 30-Zonen entscheiden, ob sie einen
vorhandenen Radweg benutzen wollen oder lieber auf der Straße fahren.
Da Radfahrer insbesondere an Straßen gefährdet sind, auf denen Tempo 50 und schneller erlaubt ist, sind
Radwege entlang dieser Straßen besonders wichtig.
Positiv wirkt sich dies auf das Ergebnis des Indikators aus, wenn der Anteil der Radwege an diesen Verkehrswegen
sehr hoch ist.

Wenn Straßen ohne Radwege, auf denen mehr als Tempo 30 erlaubt war, zu Tempo 30- Zonen umgewidmet
werden, wirkt sich dies ebenfalls positiv auf das Ergebnis des Indikators aus. Denn dadurch steigt der Anteil
der Radwege an den noch verbliebenen Straßen, auf denen mehr als Tempo 30 zugelassen ist.
Österreich:
Schweiz:
Liechtenstein:
Als qualitative Ergänzung können spezifische Radinfrastrukturen, wie Parkhäuser an Hbf., erfasst werden.

Hinweise für die Weiterführung

Dieser Indikator bedarf sowohl inhaltlich als auch methodisch einer weitergehenden Definition.

Referenzen

Agenda-Büro Bonn o.J.; LfU et al. o.J.; DUH 2004

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