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Wohnungsnahe Grundversorgung

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Wohnungsnahe Grundversorgung
Beschreibung

Der Indikator ‚Wohnungsnahe Grundversorgung' bildet das Ziel der Nutzungsmischung in geeigneter Weise
ab, da er die räumliche Nähe zwischen Siedlungsflächen und bestimmten Infrastrukturen der Grundversorgung
ermittelt.
Wohnungsnahe Grundversorgung bedeutet Lebensqualität. Die Menschen können Artikel des täglichen
Bedarfs in unmittelbarer Nähe zur Wohnung einkaufen oder bei der Bank Überweisungen tätigen, ohne einen
weiten Weg in einen anderen Ort zurücklegen zu müssen. Konzepte wie Nachbarschaftsläden oder Bürgerbüros,
die eine Vielzahl an verschiedenen Funktionen und Gütern anbieten, können eine sinnvolle Alternative
darstellen, um die wohnungsnahe Grundversorgung vor Ort zu verbessern.

Messgröße

Anteil (%) der Siedlungsflächen, die im Umkreis von 1 km zu bestimmten ausgewählten Versorgungseinrichtungen liegen.
Folgende Infrastrukturen sollen betrachtet werden. Die Auswahlt richtet sich danach, welche Einrichtungen flächendeckend erhoben werden können.

Vorschläge / Beispiele:

  • Bäcker
  • Lebensmittelladen / Supermarkt
  • Drogerie; Apotheke
  • Grundschule; Kindergarten
  •  Arztpraxis (allgemein)
  • Post; Bank
BezugGemeinde
Benötigte Daten

1) Siedlungsflächen
2) Standorte der Läden und anderen Einrichtungen

Verfügbarkeit, Stand der Erfassung und Datenquellen

Daten zu den Siedlungsflächen liegen vor.

Bezüglich ihrer Aktualität und Vergleichbarkeit wird auf die Erläuterungen zun Indikator „Siedlungsdichte“ verwiesen (siehe Seite XX).

Informationen zu den Infrastrukturen der wohnungsnahen Grundversorgung wurden noch nicht erhoben.

D:

1.) © Statistisches Landesamt Baden-Württemberg; Statistik Lokal 2003-12; © Bayrisches Landesamt
für Statistik und Datenverarbeitung, GENESIS-Online

A:

1.) © Landesstelle für Statistik Vorarlberg: Digitale Katastralmappe (DKM), Bundesamt für Eichund
Vermessungswesen und LVA Feldkirch 2006

CH:

1.) © Bundesamt für Statistik Schweiz: Arealstatistik der Schweiz im STATWEB 1992–1997 (98)

FL:

1.) © Amt für Volkswirtschaft, Abt. Statistik, gesonderte Datenbereitstellung

Anmerkungen und Ergänzungen

Alternativ zu dieser rechnerischen / statistischen Ermittlung der wohnungsnahen Grundversorgung könnte
die Zufriedenheit mit der Versorgungssituation auch im Rahmen einer Befragung also über eine qualitative
Erhebungsmethode ermittelt werden.
Dabei werden die Befragten gebeten, Auskunft darüber zu geben, welche der vorgegebenen öffentlichen
Infrastrukturen sie innerhalb von 10 Min. zu Fuß erreichen können. Der Vorteil einer Befragung liegt in der
Tatsache, dass so die subjektive Einschätzung der Einwohner mit einbezogen werden kann.

Allerdings ist eine solche Befragung mit höherem Aufwand verbunden.
Denkbar wäre auch, diese Erfassung nur in ausgewählten, repräsentativen Gemeinden durchführen.

Hinweise für die Weiterführung

Nach einer erstmaligen Erhebung erscheint eine Periodizität von 5 Jahren für die vergleichenden Erhebungen sinnvoll.

Referenzen

Broska 2001 (Grad der Bedarfsdeckung im Stadtteil); DUH 2004;

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